Budapest abseits der Pfade

Auf dieser Website finden Sie hier aktuelle Ergänzungen zum Buch: Was ist seit dem Erscheinen des Buches im Herbst 2020 in Budapest neu an interessanten Kulturorten entstanden, welches schöne Café ist verschwunden, welches Kunstwerk im öffentlichen Raum gibt es auch noch zu entdecken – und vieles mehr! 

Budapest abseits der Pfade 

In Budapest abseits der Pfade erzählen die Autorin Bettina Spoerri und der Fotograf Miklós Klaus Rózsa vom pulsierenden Kulturleben der ungarischen Hauptstadt in seinen widersprüchlichen Facetten. Das Paris des Ostens mit seiner bewegten Geschichte von Donaumonarchie über deutsche Besatzung und sowjetische Herrschaft bis hin zu einer zunehmend fragilen Demokratie ist heute geprägt von starken Kontrasten.

Neues im Alten und Altes in Neuem in Form von Umnutzung oder Neudefinition auf mehreren Ebenen gleichzeitig wirken im Budapest des frühen 21. Jahrhunderts, das allen widrigen Umständen zum Trotz boomt und ein reiches jüdisches Leben, neue Kultur- und Kunstzentren, zahllose Ausgeh- und Freizeitangebote und Orte für besondere Genussfreuden entwickelt hat.

 

Miklós Klaus Rózsa und Bettina Spoerri
Budapest Abseits der Pfade

Rezensionen

"Kongenial wird Reiseliteratur erst, wenn sie von verschiedenen Blickwinkeln geschrieben wird. Spoerri und Rózsa bringen für ihr Buch über die ungarische Hauptstadt dafür die besten Voraussetzungen mit. Deshalb ist dieses Buch weit mehr als ein Reiseführer."


Bettina Spoerri & Miklós Klaus Rózsa: Budapest Abseits der Pfade

 

Kongenial wird Reiseliteratur erst, wenn sie von verschiedenen Blickwinkeln geschrieben wird. Spoerri und Rózsa bringen für ihr Buch über die ungarische Hauptstadt dafür die besten Voraussetzungen mit. Deshalb ist dieses Buch mehr als ein Reiseführer.

 

Wenn „Budapest Abseits der Pfade“ mit einem Dialog startet, in dem es um die aktuelle politische und wirtschaftliche Lage Ungarns im Allgemeinen und Budapests im Besonderen geht, wird schnell deutlich, dass die Leserin und der Leser ein anderer Reiseführer erwartet, als man vielleicht gewohnt ist oder angenommen hat.

    Budapests Metamorphose vom „Paris des Ostens“ zur Stadt zwischen West und Ost – wir werden mitten hinein geworfen in die Straßen mit den maroden Fassaden. Die Ungarn, so erfahren wir, sind krisenerprobt. Reden wir nicht von KuK, Weltkriegen und Ostblock. Nach dem Fall des eisernen Vorhangs begab sich das Land stracks in Abhängigkeit von Großkonzernen der Automobilindustrie und Technologie, einhergehend oder gefördert von korrupten Politikerinnen und Politikern. Hier wurde alles zu Forint gemacht, was nicht niet- und nagelfest war.

 

Den Schwenk zum eigentlichen Thema des Buches schaffen die Autorin und der Autor durch den Verweis auf eine große Fast-Food-Kette, die sich in einem baufälligen Bahnhofsgebäude in Budapest eingenistet hat.

  Budapest prägen nicht nur kulturelle Fragen, und schon gar nicht rein touristische. Zum Charakter der Stadt an der Donau gehören untrennbar wirtschaftliche, politische und soziale Themen. Diesen Zusammenhängen widmen die Autoren ihr Buch.

 

Wie jedes gutes Sachbuch gibt es eine Gliederung:

  1. Zu Fuß unterwegs – Der Blick der Straße

  2. Kontraste – Ungleichzeitigkeit und Gleichzeitigkeit

  3. Zeitreisen – alter Prunk und Ausverkauf

  4. Durch den Budapester Magen

  5. Vom Holocaus-Museum bis Judapest

  6. Von Capa bis Müpa

    Budapest, so erfahren wir, hat seinen Ostblock-Groove abgeschüttelt. Dennoch gibt es hier Bezirke, an denen Strukturwandel und Gentrifizierung kommentarlos vorbeimarschiert sind. Wir lernen, warum es in Budapest und Ungarn so wenig Mietwohnungen und so viel Wohneigentum gibt. Die Antwort überrascht: Weil sich der Staat nach der Wende seiner Verantwortung durch den günstigen Verkauf der Wohnungen entzog. Seiner Verantwortung für die Instandhaltung nämlich.

 

Was jeder Budapest-Besucher wissen muss: In Ungarns Hauptstadt zählen die inneren Werte. Aus den einfachsten Verhältnissen zaubern die Budapester kreativ etwas Eindrucksvolles. Wie die Ruinenkneipen.

 

Dieses Buch hat einiges in petto. Einen kleinen Ratgeber für die ungarische Sprache, Empfehlungen zur Mobilität in Budapest und Restaurants. Im Anhang befinden sich wertvolle Tipps zu Bargeld, Taxifahren, Hotels, Zahnärzte, Geheimtipps und Kuriositäten.

 

Budapest: Abseits der Pfade“ ist etwas für Reisende, die eine Stadt zu Fuß erkunden möchten, die Fragen stellen und Anteil nehmen.

 

LiteraTüren
11. März 2021 - Sachbuch Reiseliteratur Rezension

 

Bettina Spoerri & Miklós Klaus Rózsa

Budapest: Abseits der Pfade

braumüller Verlag  ISBN 978-3-99100-317-5

 

190 Seiten, Taschenbuch

 


In diesem Album finden sich alle Bilder aus dem Buch. Zusätzlich einige mehr, die es nicht ins Buch geschafft haben - und das alles auch noch in Farbe :-)

Bilder: ©opyright by Miklós Klaus Rózsa | photoscene.ch

Bilder: ©opyright by Miklós Klaus Rózsa | photoscene.ch

Impressionen von der Vernissage

24. November 2020

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