Zürich - Abseits der Pfade

Auf dieser Website finden Sie hier aktuelle Ergänzungen zum Buch: Was ist seit dem Erscheinen des Buches im Herbst 2019 in Zürich neu an interessanten Kulturorten entstanden, welches schöne Café ist verschwunden, welches Kunstwerk im öffentlichen Raum gibt es auch noch zu entdecken – und vieles mehr! 

Zürich abseits der Pfade

Bettina Spoerri, Miklós Klaus Rózsa

 

In Zürich abseits der Pfade entführen die Schriftstellerin Bettina Spoerri und der Fotograf Miklós Klaus Rózsa in Spaziergängen und Überflügen dazu, andere Seiten von Zürich zu entdecken: die kulturelle Vielfalt im ehemaligen Arbeiterviertel, die Konzeptionen neuer Überbauungen, die Attraktivität umgenutzter Industriegebäude, Vergan­gen­heit und Gegenwart des jüdischen Lebens in Zürich und vor allem auch die vielfältigen und kreativen Nach­wirkungen der Jugend­bewegung von 1980. Sie erzählen von den manchmal absurden Seiten der so reichen Stadt, in der am einen Ort gespart und am anderen geklotzt wird: Berühmte Künstlerinnen und Künstler hinterliessen ihre Marken, wurden aber nicht unbedingt mit offenen Armen empfangen. Empfehlungen für besondere Orte zum Verweilen, Zwischennutzungen und Off-Kultur-Orte für Kunst, Film und Literatur, Tipps für Entdeckungen ausserhalb der City eröffnen unerwartete Zürcher Ansichten und Einsichten. Und nicht zuletzt erhalten sehnsüchtige Mägen, Hirne, Herzen und Geldbeutel abwechslungsreiche und durchaus erschwingliche Nahrung. 

Braumüller Verlag, Wien 2019. ISBN: 978-3-99100-299-4 

Erhältlich überall im Buchhandel oder direkt bei uns

Buchvernissage im Kosmos  6. November 2019

Bericht Radio SRF 1, 17. November 2019



Rezensionen


"Dieser Reiseband wird für Enttäuschungen sorgen! Und zwar bei denen, die schon in Zürich waren und dieses Buch nicht dabei haben konnten."


Zürich abseits der Pfade

Dieser Reiseband wird für Enttäuschungen sorgen! Und zwar bei denen, die schon in Zürich waren und dieses Buch nicht dabei haben konnten. Denn dieses Buch verzichtet auf die großen Sehenswürdigkeiten wie Frauenkloster und Bahnhofsstraße – ohne sie dabei aus den Augen zu verlieren – und zeigt eine Weltstadt, die gern ihre Türen öffnet und den Blick auf die eigene Geschichte freigibt.

Bettina Spoerri und Miklós Klaus Rózsa sind immer an der Seite des Lesers, wenn es gilt Barrikaden aus dem Weg zu räumen. Jedes noch so unauffällige Haus, an dem man ohne dieses Buch achtlos vorüberlaufen würde, führt im Lebenslauf eine kuriose Geschichte mit sich. Die Stadt an Limmat und gleichnamigen See genießt heute den Ruf die Stadt mit einem der teuersten Pflaster zu sein. Das stimmt größtenteils auch. Selbst für den kleinen Hunger bringen die Münzen schon einiges an Gewicht auf die Waage. Was der Attraktivität Zürichs aber nicht abträglich ist.

Wie Forscher durchläuft man schon beim Lesen Straßen, Gassen und überquert Plätze, die man selbst als Transitstrecke sonst nur wahrnimmt. Dass hinter den Mauern und Fassaden teils Weltgeschichte geschrieben wurde, wird beim Queren nur allzu oft übersehen. Von der Badekultur der Stadt über alte Kinos, Genossenschaften, lauschige Restaurants bis hin zu Architektursünden, Kapitalismuskritik und idyllischen Ausblicken, die die Zürcher gern den Besuchern überlassen – hier wird der Titel so ernst genommen wie selten in einem Buch. Abseits gucken und staunen, ohne selbst im Abseits zu stehen, das ist der große Vorteil, den man als Buchbesitzer und Zürichbesucher genießen kann.

Immer wieder vertiefen sich die beiden in ein Zwiegespräch, dass vom Leser aktiv belauscht werden darf. Mit den Augen an den Fassaden klebend oder im Buch blätternd, schlendert man durch eine Stadt, die sich im Zwiespalt eingerichtet hat. Auf der einen Seite Mietpreise, die viele ins Umland treibt, auf der anderen Seite wiederum eine entspannte Atmosphäre, die jeden Tag wie einen Erlebnistrip erscheinen lässt.

„Zürich abseits der Pfade“ ist kein klassischer Reiseband mit Grafiken und allerlei

Buntmalerei. Hier sprechen die Worte zum Leser. Immer wieder muss man wegen der Fülle der Informationen kurz innehalten. Vielleicht dabei ein Eis schlecken – mal sehen, wem neben den Autoren das besondere an den Eiswagen auffällt? – oder einfach nur auf der Bank sitzen. Was man allerdings nicht machen sollte, ist diesen Band außer Acht lassen. Er ist begehrt! Weil umfassend informativ und unterhaltsam geschrieben. Das merkt man ab der ersten Seite.

Dieser Beitrag wurde unter aus-erlesen kompakt erstellt

Allerlei wunderbare Bücher in Warteposition

Bettina Spoerri, Miklós Klaus Rózsa. Zürich abseits der Pfade

 

2020. Meine ersten beiden und nur kurzen Berührungen mit Zürich

reichen weit in die Schul- und Studentenzeit zurück. Einmal trieb mich die

Neugier zu einem Tagesausflug mit der Bahn von Kreuzlingen am

Bodensee in die Züricher Altstadt, beim zweiten Mal verbrachte ich auf

der Autostopp-Rückreise von Paris nach Graz drei Tage bei einem

Bekannten in Zürich. Es ist nun nicht allzu lange her, dass ich - sehr sehr

viele Jahre später - auf dem Weg in diese Stadt am Ufer der Limmat bequem in einem Flieger saß und in meinen Erinnerungen kramte. Und ich möchte ich bald wieder einige Tage in Zürich verbringen, um diese faszinierende Stadt noch besser kennenzulernen.

Da kam mir das Buch "Zürich abseits der Pfade" gerade recht. Sein Untertitel "Eine etwas

andere Reise durch die lebendige Stadt jenseits der reichen Fassaden" klang vielversprechend.

So tauchte ich ein in die interessanten und ungemein detailreichen Schilderungen der vielen Seiten einer Stadt und ihrer zähen Entwicklung und begann mit dem 'Züricher Seebecken von Tiefenbrunnen bis Rote Fabrik'. Schwarz-weiß Fotos da und dort und der neben mir liegenden Stadtplan begleiteten mich auf den ausgedehnten Wegen durch ein mir weitgehend unbekanntes Zürich. Sehr angenehm empfand ich die Info-Böcke über gerade Gelesenes und Wissenswertes am Ende jedes Kapitels, wie z. B. den Überblick über alle Sommer-Freibäder der Stadt Zürich.

Ebenso hilfreich für meinen nächsten Zürich-Besuch werden aber auch die Hinweise z. B. über erhöhte Orte für einen guten Überblick, Orte zum Verweilen oder Kunst im öffentlichen Raum im Schluss-Kapitel sein. Mit diesem Buch zum Mitnehmen haben die Autorin Bettina Spoerri und der Fotograf Miklós Klaus Rózsa einen 'Reiseführer mit Spaziergängen ganz besonderer Art' geschaffen, der dazu animiert, die vielen anderen Seiten von Zürich zu entdecken:

 

Zürich abseits der Pfade. Eine etwas andere Reise durch die lebendige Stadt jenseits der

reichen Fassaden.

Reisepanorama.at

13. Juli 2020

 

 


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eine etwas andere Reise durch die lebendige Stadt jenseits der reichen Fassaden
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"Der reich illustrierte Band ist ein alternativer Stadt-führer, der Zürich abseits der bekannten und beliebten Touristenziele zeigt und damit zu einem besseren und vertiefenden Stadt-verständnis beiträgt!"


"Der Stil ist erfrischend unkonventionell, die Texte aber gut lesbar."


Bettina Spoerri, Miklós Klaus Rózsa

Zürich abseits der Pfade

Eine etwas andere Reise durch die lebendige Stadt

jenseits der reichen Fassaden

 

Wer als Besucher nach Zürich kommt, hat meistens einen guten Grund. Wenn es nicht Geldveranlagung und Bankgeschäfte sind, dann vielleicht Geschäftstreffen bei einem der in Zürich ansässigen Schweizer Industrieunternehmen, oder es sind ganz private Einkäufe in einer der prachtvollen Geschäftsstraßen, Voraussetzung, das nötige Kleingeld wird mitgeführt. Doch abseits von Bahnhof, Flugplatz, Geschäftsstraßen, Banken und Industrieunternehmen gibt es bei Besuchern und Touristen weniger bekannte Seiten In dem bemerkenswerten Band „Zürich abseits der Pfade“ aus dem Wiener Braumüller Verlag entführen die Autorin Bettina Spoerri, mit Studium von Literaturwissenschaft, Philosophie und Musikwissenschaft und der Fotograf Miklós Klaus Rózsa auf Spaziergängen dazu, diese anderen Seiten von Zürich zu entdecken: Die kulturelle Vielfalt im ehemaligen Arbeiterviertel, die interessante Architektur neuer Überbauungen und Hochhäuser, die Schönheit umgenutzter Industrieviertel, Vergangenheit und Gegenwart des jüdischen Lebens in Zürich oder etwa auch die Spuren verborgener Verteidigungslinien aus dem Zweiten Weltkrieg. Sie erzählen von den manchmal absurden und dadaistischen Seiten der Stadt, in der Lenin oder Lasker-Schüler ihre Marken hinterließen, aber keine feste Bleibe fanden. Ihre Empfehlungen für besondere Orte zum Verweilen und ihre Tipps für Ausflüge aus der City hinaus eröffnen unerwartete Zürcher Ansichten und Einsichten, und nicht zuletzt erhalten sehnsüchtige Mägen, Hirne, Herzen und Geldbeutel abwechslungsreiche und öfter auch durchaus erschwingliche Nahrung. Der reich illustrierte Band ist ein alternativer Stadtführer, der Zürich abseits der bekannten und beliebten Touristenziele zeigt und damit zu einem besseren und vertiefenden Stadtverständnis beiträgt!

 

Zürich abseits der Pfade : eine etwas andere Reise durch die lebendige Stadt jenseits der reichen Fassaden / Bettina Spoerri, Miklos Klaus Rozsa. 

2019. - 215 Seiten : Illustrationen, schwarz-weiß ; 19 cm

ISBN 978-3-99100-298-7 

Der Titel lässt einen jener Lese-Reiseführer erwarten, die den Leserinnen und Lesern eine Stadt aus ganz persönlicher Perspektive näherbringen wollen und dabei eine subjektive Auswahl weniger bekannter aber trotzdem eher klassischer Sehenswürdigkeiten vorstellen.

Dies macht der vorliegende Band zur Schweizer Metropole Zürich aber nicht. Der erst auf dem Innentitel zu findende Untertitel macht klar, dass es den Autoren durchgängig um eine kapitalismuskritische Sichtweise auf die Stadt geht. Leitmotiv ist dabei das Wortspiel "ZUREICH". Mehrfach blicken sie deshalb auf die Jugendunruhen von 1980 zurück. Sie sehen sie als Initialzündung für viele, insbesondere subkulturelle Einrichtungen und Initiativen in der Stadt. So stellen sie entsprechende Kneipen, Cafés, Kinos und Wohnprojekte vor. Viel Raum nimmt auch das Thema Kunst ein. Besonderes Augenmerk gilt dem jüdischen Leben. -

Der Stil ist erfrischend unkonventionell, die Texte aber gut lesbar.

Das Layout hätte aber mehr Auflockerung vertragen und die Zahl der Schwarz-Weiß-Fotos hätte noch größer sein können. Auch fehlen geeignete Kartenausschnitte. (2-3)

Tobias Behnen


Die Bilder stammen teilweise aus dem Buch Zürich abseits der Pfade.
Sie werden fortlaufend ergänzt mit aktuellem Bildmaterial.
Fotos: Miklós Klaus Rózsa